Naturschutzgebiet
"Ebberg"
Das ca. 18,6 ha große südwestlich des Westhofener Autobahnkreuzes gelegene Naturschutzgebiet umfasst den nach Südosten hin steil abfallenden bewaldeten Hangbereich des Ebbergs oberhalb der
Autobahnböschung der BAB A 1.
Kernstück des Gebietes ist ein ehemaliger Ruhrsandsteinbruch, dessen Nutzung 1962 endgültig eingestellt worden war. Im Oktober 1979 wurde das Areal als "Amphiebienbiotop am Ebberg" einstweilig
sichergestellt und 1985 als Naturschutzgebiet rechtskräftig ausgewiesen. Der Steinbruch bietet mit seinen sonnenwärmespeichernden Sandsteinwänden und Blockschutthalden sowie den eingestreuten
Sickerquellen, Tümpeln und Teichen insbesondere Amphibien, Reptilien und vielen wirbellosen Tieren wie Insekten hervorragende Lebensbedingungen.
Das gesamte Naturschutzgebiet "Ebberg" ist ein ausgeprägter naturnah und vielfältig entwickelter Biotopkomplex, der gefährdeten Tier- und Pflanzenarten Lebensraum bietet. Man findet hier ca. 203
verschiedene Farn- und Blütenpflanzen, darunter zahlreiche Arten der Roten Liste. Auch für teilweise in ihrem Bestand bedrohte Arten von Käfern, Säugetieren und viele Vogelarten hat das
Naturschutzgebiet eine überlebenswichtige Bedeutung als Lebens-, Nahrungs- und Fortpflanzungsareal.
Das Naturschutzgebiet "Ebberg" wurde ausgewiesen zum Schutz von
Eichen-Hainbuchenwald / Hainsimsen-Buchenwald,
Birken-Pappelgebüsch,
Gebüsch,
trockene Hochstaudenfluren,
frische bis feuchte Hochstaudenfluren,
Felsgesellschaften,
Silikattrockenrasen,
Magerwiesen,
Fettwiesen,
Feuchtwiesen,
Trittfluren,
Kleingewässer mit Röhricht.
Quelle: Landschaftsplan Nr. 6, Raum Schwerte, Kreis Unna, S.84f.